Reglement für FIDE-Rapidturniere

SC Zürich Seebach

Dieses Reglement gilt für alle FIDE-gewerteten Rapidturniere des SC Zürich Seebach, die im Schweizer System ausgetragen werden: Seebach Open, Seebach Open U18, Seebach Weekend Open sowie Seebach & Friends Open.

1. Geltungsbereich

Für die genannten Turniere gelten die FIDE-Schachregeln. Dieses Reglement enthält ausschliesslich die turnierspezifischen Ergänzungen.

2. Startrangliste

Die Startrangliste wird nach der FIDE-Standard-Elozahl der Spielerinnen und Spieler erstellt. Dies ermöglicht bei vielen Teilnehmenden ohne Rapid-Elo eine genauere Einreihung. Die FIDE gibt keine verbindliche Vorgabe für die Sortierung der Startrangliste und überlässt diese dem Veranstalter.

3. Regelwidrige Züge

  1. Erster Fall: Die nicht fehlbare Spielerin oder der nicht fehlbare Spieler darf die Uhr anhalten und den Schiedsrichter rufen. Der regelwidrige Zug wird zurückgenommen; der nicht fehlbaren Seite wird eine Zeitgutschrift von einer Minute gewährt. Ein regelwidriger Zug kann, muss aber nicht reklamiert werden. Stellt der Schiedsrichter einen regelwidrigen Zug fest, muss er einschreiten. Gemäss der Berührt-geführt-Regel muss die berührte Figur des regelwidrigen Zuges gezogen werden, sofern mit ihr ein regelkonformer Zug möglich ist.
  2. Zweiter Fall: Die Partie geht für die fehlbare Spielerin oder den fehlbaren Spieler verloren.

4. Verstellte Figuren

Verstellt eine Spielerin oder ein Spieler während der Partie versehentlich eine oder mehrere Figuren und stellt die korrekte Stellung nicht in der eigenen Bedenkzeit wieder her, darf die gegnerische Seite die Uhr anhalten und den Schiedsrichter rufen. Dieser hält die Uhr an, sofern dies nicht bereits geschehen ist.

Ist ein Einschreiten des Schiedsrichters erforderlich, gelten die folgenden Sanktionen. Hat eine der beiden Seiten zum Zeitpunkt des Verstosses weniger als eine Minute Bedenkzeit, wird der Vorfall als zweiter beziehungsweise dritter Fall behandelt; die Verwarnung beim ersten Fall entfällt. Dieselben Sanktionen gelten auch in den folgenden Runden.

  1. Erster Fall: Der Schiedsrichter verwarnt die fehlbare Person, dass ein weiterer Fall als regelwidriger Zug behandelt wird.
  2. Zweiter Fall: Der Vorfall wird als regelwidriger Zug behandelt. Der Schiedsrichter verhängt die Sanktion entsprechend der Anzahl regelwidriger Züge, die die fehlbare Person in derselben Partie bereits begangen hat.
  3. Dritter Fall: Der Vorfall wird als zweiter regelwidriger Zug behandelt; die Partie geht für die fehlbare Person verloren.

5. Verspätungsfrist

Die geplanten Rundenbeginne werden im Spielplan bekannt gegeben, insbesondere auf VegaResults oder auf der jeweiligen Turnierseite. Verzögert sich der Beginn einer Runde, sind die Spielerinnen und Spieler verpflichtet, sich bei Schiedsrichter oder Turnierleitung über den aktualisierten Beginn der nächsten Runde zu informieren. Zu Rundenbeginn werden die Uhren an sämtlichen Brettern in Gang gesetzt, damit der Zeitplan eingehalten werden kann.

Für alle Rapidturniere gilt eine Verspätungsfrist von zehn Minuten. Wer innerhalb dieser Frist nicht am Brett erscheint, verliert die Partie kampflos.

6. Wertung bei Punktgleichheit

Bei Punktgleichheit entscheiden die folgenden Wertungen in dieser Reihenfolge:

  1. BH (Buchholz): Summe der Endpunkte aller Gegnerinnen und Gegner.
  2. BH/C1 (Buchholz Cut 1): Buchholz-Wertung unter Streichung des Gegners oder der Gegnerin mit der niedrigsten Punktzahl.
  3. SB (Sonneborn-Berger): Summe der vollen Endpunkte aller besiegten Gegnerinnen und Gegner zuzüglich der Hälfte der Endpunkte aller Gegnerinnen und Gegner, gegen die remis gespielt wurde.
  4. ARO (Average Rating of Opponents): Durchschnittliche Elozahl aller Gegnerinnen und Gegner. Vorrang hat, wer im Durchschnitt gegen das höher eingestufte Teilnehmerfeld gespielt hat.

7. Freilose und Abmeldungen

Beantragte Freilose mit einem halben Punkt sind an keinem unserer Rapidturniere zulässig. Freilose mit null Punkten sind aus verschiedenen Gründen möglich, etwa bei Krankheit oder wenn eine Spielerin oder ein Spieler das Turnier verlassen möchte. Sie müssen dem Schiedsrichter unmittelbar nach Ende der vorherigen Runde mitgeteilt werden.

Ein unentschuldigtes Fernbleiben führt zum Rückzug vom Turnier. Gemäss FIDE Swiss Rules C.04.2 gilt eine Spielerin oder ein Spieler, die oder der ohne Mitteilung an den Schiedsrichter abwesend ist, als zurückgezogen, sofern die Abwesenheit nicht vor Veröffentlichung der nächsten Paarung mit akzeptablen Gründen erklärt wird.