Jugendschach
Emanuel, Robert und Noah auf einem WM-Abenteuer, das bleibt
Einmal an einer Weltmeisterschaft am Brett sitzen, gegen Nachwuchstalente aus aller Welt spielen und dieses Abenteuer miteinander teilen: Für Emanuel, Robert und Noah wurde das im Oktober Wirklichkeit. Als Teil der 14-köpfigen Schweizer Delegation reisten unsere drei Junioren zur Jugend-WM nach Roquetas de Mar an die spanische Mittelmeerküste. Elf Runden boten ihnen Gelegenheit, sich zu messen, dazuzulernen und über sich hinauszuwachsen.
Gemeinsam auf der grossen Bühne
Emanuel und Noah spielten in der Kategorie U17, Robert trat bei den U11 an. Für alle drei war die WM eine besondere Gelegenheit, internationale Turniererfahrung zu sammeln. Neue Gegner, ungewohnte Herausforderungen und eine ganze Woche voller Schach: Von einer solchen Reise nimmt man einiges für den eigenen Weg mit.
Emanuel holte in seinen elf Partien fünf Siege, unter anderem gegen einen lettischen FM mit 2309 Elo. Robert bekam es gleich zum Auftakt mit dem topgesetzten Spieler und späteren U11-Weltmeister Amirzhan Anetov aus Kasachstan zu tun und beendete das Turnier mit 4,5 Punkten. Sich solchen Aufgaben zu stellen und Runde für Runde am Brett die Herausforderung anzunehmen, verdient Anerkennung. Lieber Emanuel, lieber Robert: Wir sind sehr stolz auf euch, und sind gespannt, wohin euch euer Schachweg noch führt!

Noahs Schlussrunde als Glanzlicht
Noah durfte sich ebenfalls über ein hervorragendes Resultat freuen: Mit 6,5 Punkten erreichte er den 20. Schlussrang bei den U17. Als Nummer 44 gestartet, machte er damit einen grossen Sprung nach vorne. Das besondere Ausrufezeichen setzte er ganz zum Schluss: Mit Schwarz bezwang er den topgesetzten belgischen FIDE-Meister Maxime Hauchamps, der 2419 Elo mitbrachte. Ein WM-Abschluss, an den man sich lange erinnern darf – Chapeau, Noah!
Erinnerungen über das Schachbrett hinaus
Zur Reise gehörte auch die gemeinsame Zeit abseits der Partien. Die JuniorInnen konnten miteinander Zeit an einem schönen Ort in Spanien verbringen, sich besser kennenlernen und das WM-Abenteuer als Gruppe erleben. Gerade diese Verbindung aus Schach, Gemeinschaft und Mittelmeerküste machte die Reise zu einem Erlebnis, das bleiben wird.

Auch Ena Bangerter, die an unserem Meisterkader teilnimmt, war mit der Schweizer Delegation dabei. Sie spielte in der Kategorie Girls U17 und holte fünf Punkte aus elf Runden. Schön, dass auch sie diese Erfahrungen sammeln konnte!
Ein herzliches Dankeschön geht an den Schweizerischen Schachbund, an Delegationsleiterin Annette Waaijenberg, und an die mitgereisten und mitfiebernden Eltern, die dieses Erlebnis unserer JuniorInnen erst möglich gemacht haben.
Alle Kategorien und Einzelresultate findet ihr auf der offiziellen Resultateseite. Über den Abschluss berichtete auch der SSB.
Foto Credits: Annette Waaijenberg