Vereinsleben

Lernen von den Besten in Payerne

Der Schachclub Payerne und die dazugehörige École d’échecs de la Broye sind vielen ein Begriff. Denn mit grosser Liebe zum Schach wird hier seit Jahren mit das Beste geliefert, das der Schweizer Schachsport zu bieten hat. Mit dem Präsidenten des SK Bern, Nguyen, durfte Felix die Schachschule einen Tag lang begleiten und von denjenigen lernen, die die Schule aufgebaut haben.

14. Dezember 2024
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Der Schachclub Payerne (CEP) und die angeschlossene École d’échecs de la Broye (EEB) sind ein Unikum in der Schweizer Schachlandschaft. Ganz besonders zeichnet dieses Duo, bestehend aus CEP und EEB, ihre fantastische Jugendarbeit aus. Während vieler Jahre gewachsen, ist dieses Engagement kaum mehr wegzudenken aus der Schweizer Nachwuchsförderung.

Doch steckt hinter diesem Erfolg freilich kein Zufall. Die «geheime Zutat» ist, wie so oft, vielmehr die kontinuierliche und gute Arbeit, die in Payerne seit vielen Jahren geleistet wird. Felix durfte, zusammen mit dem Präsidenten de SK Bern, Nguyen, einen Tag lang bei den Trainings reinschnuppern, welche die Schachschule heute für sechs verschiedene Gruppen und über drei Etagen im Gebäude verteilt, anbot.

Gegründet wurde die EEB übrigens im Jahr 2007 unter der Initiative von Jean-Paul Rohrbach. Dies kam 13 Jahre nachdem der Schachclub Payerne in 1994 eine eigene Jugendsektion gründete mit der Intention, den Grundstein für kommende Generationen des Vereins zu legen. Seit vielen Jahren wird die EEB nunmehr von David Monnier geleitet, der für seine besondere Leistung in diesem Rahmen auch als Trainer des Jahres 2017 vom Schweizerischen Schachbund geehrt wurde.

Schachschule Payerne David Monnier bei der Ankündigung des anstehenden Weihnachts-Blitz-Turniers

Eine wichtige Ingredienz dieses Erfolges war dabei der Aufbau und die sorgsame Pflege einer Gemeinschaft, welche die Aktivitäten der Schachschule und somit auch des Vereinslebens trägt. Viele SchachschülerInnen, die einmal vom Programm der EEB profitiert haben, finden sich später als TrainerInnen in der Schule wieder. Und dabei spielen finanzielle Mittel eine eher untergordnete Rolle: Man mischt aus Spass an der Sache mit und da man daran glaubt, mit seinem Beitrag etwas weitergeben zu können.

Dieses Credo gehört ebenso zu Payerne wie der Gang zur Pizzeria, mit dem auch den HelferInnen gedankt wird, die sich immer wieder bei Aktivitäten einbringen. Wie im Titelbild zu erkennen, ahmten diese Tradition im Namen der italienischen Küche auch die zwei Payerne-Besucher Nguyen und Felix nach, die das Essen in sehr guter Gesellschaft geniessen durften.

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Der Schachclub Payerne profitiert selbstverständlich von der grossartigen Arbeit, die in der eigenen Schachschule geleistet wird. In der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft (SMM) spielt die erste Mannschaft des Vereins seit dem Aufstieg in 2016 in der Nationalliga B. In der Schweizer Gruppenmeisterschaft (SGM) residiert das Team sogar in der 1. Bundesliga. Und an Talenten mangelt es nicht: Ein besonderes Highlight der letzten Jahre war bspw. der auf 2400 Elo-Niveau spielende Theo Stijve, der 2018 erst den Titel des FIDE-Meisters und 2023 des Internationalen Meisters erspielte.

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Zusammen mit Nguyen liess sich Felix von all' diesen Eindrücken in Payerne sehr inspirieren. Zwar lässt sich ein Modell, wie es sich Payerne erarbeitet hat, nicht baukaustenartig in einen anderen Verein übertragen. Doch die Ideen bleiben im Kopf und werden auch in Seebach an der ein oder anderen Stelle Einzug ins Vereinsleben finden. Wir danken dem Gastgeber David Monnier, der uns nach Payerne einlud, und der gesamten Schachschule, die für Seebach ein grosses Vorbild dafür ist, was mit Hingabe und einem funktionierenden Miteinander alles erreicht werden kann.

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